Stiftung Hospizarbeit
Stiftung Hospizarbeit

Was wir wollen

Wir treten für ein menschenwürdiges Sterben ein.

Sterben und Tod gehören nach wie vor zu den größten Tabus unserer Gesellschaft. Häufig besteht die Tendenz, Menschen im Sterbeprozess allein zu lassen und abzuschieben. Deshalb haben viele Menschen Angst vor dem Sterben in Einsamkeit und Verlassenheit und wünschen sich am liebsten einen schnellen oder plötzlichen Tod.

Heute leben immer mehr Menschen allein oder in neuen Lebensformen. Sie können sich deshalb nicht sicher auf die bewährten und verlässlichen familiären oder nachbarschaftlichen Bezüge stützen. Besonders im Alter, bei Krankheit, in Krisensituationen und, wenn der Tod näher kommt. Verwandte und nahe stehende Menschen, die begleiten und unterstützen könnten, wohnen oft nicht in unmittelbarer Nähe oder sind mit den Anforderungen einer verbindlichen Betreuung überfordert. Mitunter ziehen sich Freunde und Bekannte auch einfach zurück.

Den professionellen Helferinnen und Helfer, die für die medizinische Betreuung, für Pflege und auch Sterbebegleitung zuständig sind, fehlt trotz bester Absichten oft die notwendige Zeit und Ruhe zu einer persönlichen und intensiveren Betreuung. Zunehmend muss auch um die finanziellen Ressourcen gestritten werden. Die Stiftung Hospizarbeit in Münster sieht diese Entwicklung kritisch und besorgt.

Unser zentrales Ziel ist es daher, Sterben, Tod und Trauer nicht in erster Linie als individuellen schicksalhaften Vorgang zu verstehen, sondern als wesentlichen Bestandteil unseres Lebens. Entsprechend der Hospizidee treten wir für ein würdevolles Sterben ein, ohne dass der Tod beschleunigt oder durch intensive Apparatemedizin hinausgezögert wird. Dazu müssen die notwendigen Voraussetzungen vorhanden sein. Unabhängig davon, wie lange der Sterbeprozess dauert, müssen die wichtigsten medizinischen und pflegerischen Unterstützungen zur Verfügung stehen. Das ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe.

Es ist ein häufiger Wunsch sterbenskranker Menschen, die letzte Lebenszeit möglichst zu Hause zu erleben. Angehörige und Freunde brauchen bei der Sterbebegleitung Entlastung und kompetente Unterstützung, ganz gleich, ob sie professionell oder ehrenamtlich geleistet wird. Im Mittelpunkt sollten dabei immer die Bedürfnisse der sterbenden Menschen stehen.

Wenn es der Wunsch eines sterbenden Menschen ist oder die häuslichen Bedingungen es nicht zulassen, ist es sinnvoll und erstrebenswert, die letzte Zeit des Lebens in einem Hospiz zu leben. Ein stationäres Hospiz bietet Begleitung sowie medizinische und pflegerische Unterstützung. Selbstverständlich können sich Angehörige und Freunde fest an der  Sterbebegleitung beteiligen.

Die systematische Beratung der Angehörigen und Freunde im Sterbeprozess ist ein wesentlicher Bestandteil der Hospizarbeit, ebenso die Begleitung trauernder Menschen.

Es ist unsere Absicht, die Grundgedanken der Hospizidee einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Gleichzeitig unterstützen wir die praktische Hospizarbeit nach besten Kräften.

Stiftung Hospizarbeit "Wir scheuen uns nicht
davor, auch schwierige
Themen zu besprechen."
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